TANZ IN HAMBURG - Das Festival im Festival

27. Und 28. Juli 2009
Hamburger Sprechwerk, 20.00 Uhr
(ca. 90 Minuten) • Publikumsgespräch mit den Künstlerinnen des Abends im Anschluss an die Vorstellungen.

Angela Guerreiro hat TANZ IN HAMBURG konzipiert, um die Hamburger Tanzszene vor Ort zu unterstützen. An zwei Veranstaltungstagen können Choreographen ihre jüngsten Arbeiten dem Publikum präsentieren. Von dem Vollendeten in die "rohe" und noch Unbekannte.


MADAME JULIE- Frühling, Sommer, Herbst und Winter
von Jula Lüthje

(ca. 20 Minuten)

Aus der Perspektive einer alten Frau blickt Madame Julie auf ihre Vergangenheit zurück und durchlebt noch einmal den Frühling, Sommer Herbst und den Winter einer verflossenen Liebe. Die Performance ist ein performatives Portrait, das im übertragenen Sinne mit den vier Jahreszeiten spielt.

Jula Lüthje ist Schauspielerin mit dem Schwerpunkt Performance und Bewegungstheater. Sie erhielt ihre Ausbildung an der „Scuola di teatro del Movimento Dimitri“ in der Schweiz sowie den „Master of Arts in Performance Studies“ in Hamburg. Seit 2007 ist sie freiberuflich als Performerin und als Clown tätig. Außerdem gibt sie Workshops für Kinder und Erwachsene sowie regelmäßiges Training in Turnen und Tanzakrobatik für Kinder und Jugendliche.

Konzept und Choreografie: Jula Lüthje
Darsteller: Giovanni Zocco, Hanne Lotzkat und Jula Lüthje
Ton: Jan Kuehne


SCHICHTWECHSEL - Behauptung einer Anatomie in Schichten und Röhren
von und mit Antje Prust & Natascha Moschini

(ca. 15 Minuten)

Eine Performance über die Behauptung einer Anatomie in Schichten und Röhren: Schichten sind eine Membran der Existenz, sie umgeben, verdecken, beschützen, sind vielfältig in Form, Materialität und Anzahl. Schichten kann man aufschichten, umschichten, beschichten. Röhren kann man umstülpen, sie sind das Verbindungselement von Innen und Aussen, von Schicht und DaZwischenSchicht, von Ort und Zeit, zu irr und real.

Wir (Ant&Nat) erklären uns zu Schicht um Schicht, wir röhren uns in einem Traum und behaupten eine Realität.

"Wir beginnen also gemeinsam!" – "Sollen wir uns im Traum verabreden?"

Antje Prust geboren 1980, ist Schauspielerin, Regisseurin und Performerin. Vor und während ihres Schauspielstudiums an der „Berliner Schule für Schauspiel“ war sie an Theaterprojekten der freien Szene Berlins und NRWs beteiligt. Von 2006-2008 war sie ans Eduard-von-Winterstein-Theater fest engagiert und realisierte dort u.a. die szenische Collage „nonstopnonstop“ mit Texten von Falk Richter und Xavier Durringer. Seit 2008 lebt und studiert (Performance Studies) sie in Hamburg. Eigene Performanceprojekte sind das Solo „Polyanna“ (2008, Hamburg) und die interaktive „ONEANDONLYPERFORMANCE“(2009, überall).Zur Zeit künstlerische Zusammenarbeit mit Natascha Moschini und intensive Research zum Thema „Unmögliche/mögliche Körper“.

Natascha Moschini geboren 1982 in Stuttgart. In den Niederlande (Fontys Tanzakademie; Tilburg) und Belgien (Höheres Institut für Tanz; Antwerpen) bis 2006 zeitgenössischen Tanz studierend. In Stuttgart bis 2008 freiberuflich arbeitend. In Frankreich (Performance Art Forum, St Erme) ein halbes Jahr lang frei künstlerisch lebend und in Hamburg (Performance Studies; Universität Hamburg) seit 2008 kulturwissenschaftlich studierend. Nennenswert ist die langjährige Zusammenarbeit mit der Tanz- und Theaterwerkstatt in Ludwigsburg, die gemeinsamen Anfänge mit Nicki Liszta und dem „backsteinhaus“, künstlerischer Austausch mit Helga Kellerer (Bildende Künstlerin; Stuttgart), Markus Winter(Rap/Wort/Performance Künstler) und eine derzeit intensive Zusammenarbeit mit Antje Prust (siehe Vita).


BALANCE
von Elizabeth Ladrón de Guevara
mit Anja Rupprech, Melanie Holt, Sara Maschhori & E. Ladrón de Guevara

(ca. 20 Minuten)

Balance ist ein zeitgenössisches Tanzperformance, dass sich mit dem Thema Gleichgewicht – Ungleichgewicht in uns auseinadersetzt. Die Abhängigkeit voneinander, entgegenwirkende Kräfte, Individuum und Gruppe und wechselseitige Auswirkungen.

Balance gilt als „Ritual des Zentrums“, die Choreographie beschreibt die Ausgewogenheit eines einzelnen Körpers, sowie die Balance zwischen mehreren Körpern im Raum.

Elizabeth Ladrón de Guevara, Chilenin, studierte Tanz und Choreographie an der Universidad de Chile, im Colegio Nacional de Danza in México und an der CSDH im Hamburg. Als Tänzerin hat sie mit verschiedenen Choreographen gearbeitet. (Johan Kresnik, Hugo de Ana u.a.)
1992-2007 gründete sie ihre Tanzkompanie „Danza Om Tri“ in Kolumbien und hat seitdem ihre Choreographien auf Internationalen Bühnen (Chile, Kolumbien, Uruguay, Brasilien und Mexiko) präsentiert.
Seit 2003 ist sie in Hamburg und arbeitet dort erfolgreich als Tänzerin, Choreographin und Dozentin. Eigene Tanzproduktionen in Hamburg: „Ritual der Haut“, „Stadtmythen“, „Mythos“, „La Sangre“, „Nómade“ mit Unterstützung von “Kulturbehörde Hamburg”, “Eigenarten Festival”, “Stadt Hamburg” und “Hamburger Sprechwerk Theater”
www.eldg-danceprojects.de

Konzept & Choreographie: Elizabeth Ladrón de Guevara
Tänzerinnen: Anja Rupprecht, Melanie Holt, Sarah Maschhori und Elizabeth Ladrón de Guevara
Musik: Gimmik / Chrystal Method und Effects.


MY DANCEROOM
von Yolanda Gutiérrez

(ca. 20 Minuten)

Die ständige Anpassung und Veränderung, die Fähigkeit sich immer wieder aufs Neue einzulassen und das immer wiederkehrende Gefühl vom Tragen eines eigenen Raumes, ein imaginärer und doch realer Raum bestimmen my dance room. Die Tanzperformance versteht sich als ein Tanzkonzept, welches bei jeder Aufführung sich ständig verändert und erneuert. Es entwickelt sich weiter und lässt immer wieder neue Konstellationen zu. Zwei Profi-Tänzerinnen bereichern diesmal das Projekt: Keshwar Sayed und Paola Osorio Vélez. Außerdem sind Gonzalo Barahona, Branka Bilogrevic, Javier Hinestroza und Ignacio Mendez mit dabei.

Yolanda Gutiérrez, Studium in Modern Dance u.a. in der „Escuela Nacional de Danza“, Mexiko City. Tänzerin bei „Yoli-Xinastli“„Yocoyani Danza-Teatro“ und “Obsidiana” (zeitgenössische Tanzgruppen) in Cuernavaca, Morelos, Mexiko. Weitere Fortbildungen und Workshops bei renommierten Tänzern und Choreographen. Aufenthalt im Ausland (USA, Israel, Ägypten und Europa) Ausbildung in der Schule für Neuen Tanz & Performance in Hannover. Choreographin für Tanzproduktionen mit Tänzern, Schauspielern und Musikern, u.a. „flesh & bone“,„origen.nullpunkt“, „Tafel Tanz“, „my dance room“. Videokünstlerin und Regisseurin von Kurzfilmen, die bisher in Hamburg (Abaton / Zeise / Metropolis Kino), Japan, Ukraine und Mexiko gezeigt wurden.
www.yolanda-gutierrez.de

Konzept, Choreographie und video: Yolanda Gutiérrez
Tanz und Live Musik: Ignacio Mendez, Keshwar Sayed, Javier Hinestroza, Gonzalo Barahona, Branka Bilogrevic und Paola Osorio Vélez.

Musik andere: Michael Galasso, Linkin Park, Moxi Beidenegl und Kolo
Licht: Michael Lentner-Niyorugira
Layout: Design Michael Raudies

Eine ugozana art und yolanda gutiérrez & projects Produktion


ZONE
von und mit Ursina Tosssi

(ca. 20 Minuten)

ZONE macht die puren Gesetzmäßigkeiten des Lebens, wie Schwerkraft und Kultur, am Menschen sichtbar. Hier ist der Ort an dem Alltägliches rätselhaft, Selbstverständliches unmöglich wird und sich das Spannungsfeld öffnet zwischen Selbst - und Fremdgestaltung. Sieben zu den ersten Proben geladene Gäste und deren (Regie-) Anweisungen dienten der Choreografin als Grundlage für das Bewegungsmaterial.

Ursina Tossi geboren 1973 in Heidelberg, studierte klassisches Ballett, Modern und Jazz am Ballettinstitut Rheinland-Pfalz bei Virgil Paleru in Ludwigshafen sowie Philosophie an der Universität Mannheim. Auf Performances in Mannheim und Ludwigshafen u. a. als Mitglied der New Dance Company unter der Leitung von Aki Kato erfolgte die Weiterbildung zur Performance-Künstlerin in Hamburg bei Heidrun Vielhauer und Rotraut de Neve. 2007 tanzte sie in der Dancekiosk-Company in die Kandidaten von Filip van Huffel (Belgien). 2005 gründete sie die Tossi-Company in Hamburg. Unter ihrer Leitung entstanden seither folgende Tanzstücke und Performances: Insomnia, Regen-eine Tanzreportage, fuminsho, meer zuhause (Thrull und Tossi), Tanzforum all 1, Rough - take 1 und ZONE.
www.tossi-company.de

Choreografie und Tanz: Ursina Tossi
Musik und Ton: Johannes Miethke


im Anschluss an die Performances / Foyer Hamburger Sprechwerk

MY DANCE ROOM - VIDEO - INSTALLATION
(ca. 28 Minuten)

Wie und wo entsteht der Raum für den Tanz? Was bewegt die Menschen zum tanzen? Welche Erinnerungen werden wach gerufen?
25 Menschen mit Migrationshintergrund zeigen „my dance room“ bei sich zu Hause: im Wohnzimmer, in der Küche, im Keller oder im Garten. Aus den verschiedensten Stadtteilen in Hamburg wurden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gefilmt.

Yolanda Gutiérrez, Studium in Modern Dance u.a. in der „Escuela Nacional de Danza“, Mexiko City. Tänzerin bei „Yoli-Xinastli“„Yocoyani Danza-Teatro“ und “Obsidiana” (zeitgenössische Tanzgruppen) in Cuernavaca, Morelos, Mexiko. Weitere Fortbildungen und Workshops bei renommierten Tänzern und Choreographen. Aufenthalt im Ausland (USA, Israel, Ägypten und Europa) Ausbildung in der Schule für Neuen Tanz & Performance in Hannover. Choreographin für Tanzproduktionen mit Tänzern, Schauspielern und Musikern, u.a. „flesh & bone“,„origen.nullpunkt“, „Tafel Tanz“, „my dance room“. Videokünstlerin und Regisseurin von Kurzfilmen, die bisher in Hamburg (Abaton / Zeise / Metropolis Kino), Japan, Ukraine und Mexiko gezeigt wurden.
www.yolanda-gutierrez.de

Regie und Kamera: Yolanda Gutiérrez Schnitt: Yana Busyhina


DanceKiosk Hamburg 2009 wird gefördert durch die Kulturbehörde der freien und Hansestadt Hamburg, die Hamburgische Kulturstiftung, das NATIONALE PERFORMANCE NETZ aus Mitteln des Tanzplans Deutschland der Kulturstiftung des Bundes und das Goethe Institut. Unterstützt von: Kampnagel Hamburg, Hamburger Sprechwerk und K3 – Zentrum für Choreographie, Hamburg.