dance beyond borders • PERFORMANCES

A PILOT PROJECT FOR TRANS-CULTURAL DANCE EDUCATION
MIT JOANA MANAÇAS, RITA OMAR, VERENA KUTSCHERA, DIETER DEFURNE, DAISY THOMPSON, JOHANNE TIMM, PHILIPP VAN DER HEIJDEN, SAFFY SETOHY, ALEXANDRE ACHOUR, RACHEL BIRCH-LAWSON

18. und 19. Juli 2009
Hamburger Sprechwerk, 20.00 Uhr
(ca. 90 Minuten) • Publikumsgespräch mit den Künstlern im Anschluss an die Vorstellung


Die zehn jungen Choreographen - alle Teilnehmer des Projekts dance beyond borders - zeigen nach einer längeren Recherchenphase ihre jüngste Arbeit. In den vier zweiwöchigen Residenzen (Hamburg, Lissabon, London, Antwerpen) hatten sie die Möglichkeit, ihre künstlerischen Ideen zu entwickeln und mit unterschiedlichen Mentoren zu arbeiten. Nun ist die Zeit gekommen, diese dem Publikum zu präsentieren. Indem die jungen Künstler verschiedene künstlerische Formen und Ansätze benutzen und Tanz mit Videoaufnahmen, Installationen, Kunst und Performance vermischen, bringen sie DanceKiosk 2009 eine neue, junge und originelle Perspektive.


Rachel Birch-Lawson Seit dem Abschluss ihres Studiums an der London Contemporary Dance School hat Rachel als freie Performerin, Choreographin und Tanzlehrerin gearbeitet. Sie ist Co-Leiterin des Projekts „Mashed Potato“, organisiert Improvisations- und Choreographieevents für den Wettbewerb „‚green bean dance“ und hat für verschiedene Kompanien wie zum Beispiel die Royal Opera Company, Opera a la Carte, Youth Music Theatre und Usanu Theatre. Sie möchte Werke schaffen, die das Publikum erreicht und stimuliert und Verbindungen zwischen verschiedenen künstlerische Disziplinen.

Alexandre Achour Alexander ist Tänzer und Improvisator mit einer breiten Erfahrung in Choreographieren. Seine erste Annährung im Tanz war durch improvisatorische und Partner Arbeit. Danach absolvierte er eine Tanzausbildung an dem nationalen Conservatorium in Lyon. Er hat gerade sein BA im Tanz Programm an der London Contemporary Dance School (mit Auszeichnung) beendet, wo er ebenfalls mit dem Robert Cohan Preis ausgezeichnet wurde. Sein Hauptinteresse liegt an Bewegungen, die eine Bedeutung und eine Intention in einem theatralischen Kontext ausdrücken.

Saffy Setohy Saffy trainierte Laban und beendet 2007 ihr First Class BA. Seitdem arbeitet sie als Freie Performerin und Choreographin für Bühne, Installationen, Film und Site-Specific Kontexten. Einige ihrer zentralen Interessen sind unsere Beziehung zu der Umwelt, die Beziehung zwischen Zuschauer und Performer und Kooperationsprozesse. Sie kooperierte die letzten zwei Jahre mit den Medienkünstlern und Komponisten Ben Sassen und Reynir Hutber unter dem Namen „Unearthed Performance“. Saffy arbeitet ebenfalls als Tanzmanagerin und –assistentin für andere Künstler.

Philipp van der Heijden studierte Soziologie an der Hochschule für Wirtschaft und Politik, Tanztheater und Tanzpädagogik an der Erika Klütz Schule in Hamburg. Danach absolvierte er diverse Workshops in New York (Ezra Caldwell, Todd Stone). Er arbeitet seit 2004 als Tänzer, Choreograph und Performer für verschiedene Projekte („more!more!more!“ – „Tanz in Containern“, „Die Kandidaten“, „Rhythm Instrument“, „Herakles2oderDieHydra“, „station:bach“) und tanzte auf vielen Bühnen. Er gründete zusammen mit Sönke C. Herm 2006 die jungsDanceCompany und machte seinen professionellen Start als Tänzer mit der Performance „Sohnemänner“, die u.a. 2008 bei dem 11t. International Tanzfestival in Kassel gezeigt wurde.

Johanne Timm ist 1984 im deutschen Kühlungsborn geboren und began 1996 bei der Hamburg Ballett Schule zu tanzen, wo sie ihre Tanzausbildung absolvierte. Sie tanzte in dem Mainfranken-Theater Würzburg in Choreographien von Youri Vamos, Anna Vita und Fernanda Guimarares und an der Städtische Bühnen Chemnitz in den Choreographien von Thorsten Händler. Seit 2006 lebt sie als Freie Tänzerin in Berlin und arbeitet mit verschiedenen Choreographen wie Silvana Schröder, Jean-Marc Lebon, Ingo Reulecke, Philip Bergman, Anna Melnikova, etc. Als Choreographin kreierte sie ihre Soli „Lied auf allen Straßen“, „Die alte Klöpplerin“ (an der Chemnitz Opera) und „Kosmos im Pool“.

Daisy Thompson absolvierte beendete 2008 mit einem first class degree die Laban Schule in London. Sie zog sofort nach der Ausbildung nach Brüssel um, um in einer fremden und offenen Tanz- und Performancekultur zu arbeiten. Ihre Interessen liegen in der Erfahrung des Betrachters bei Installationen mit live Performances. Sie möchte auch starke Netzwerke zwischen Ländern entwickeln, die zu Kooperationen führen und daher eine starke Verbindung bilden, sowie Gelegenheiten für den Tanz und andere Kunstformen gestalten.

Dieter Defurne ist Choreograph, Tanzlehrer und Performer. Er begann seine Tanzausbildung an der Royal Ballet School in Antwerpen, Belgien. Danach bildet er sich weiter als Tänzer in Rotterdam an Codarts, The Netherlands aus, und vervollständigte seine Ausbildung als Tanzmacher an der Artez Dansacademie in Arnhem. Im Moment arbeitet er bei dem künstlerischen Team für die Compagny Sogni in Gent, Belgien, wo er Projekte organisiert sowie choreographiert. Ferner unterrichtet er ebenfalls an dem Instituut voor Muziek en Dans in Gent.

Verena Kutschera begann sehr früh, sich für Bewegung zu interessieren, was dazu führte, dass sie eine Tanzausbildung an dem Dore Jakobs College und am Laban Contemporary Dance Center absolvierte. Sie war mit dem Simone Michelle Preis für besonderen Leistungen in Choreographie ausgezeichnet. Sie folgte ihrem Instinkt und bereicherte ihre Erfahrung, indem sie die Axis Syllabus Technik bei Frey Faust erlernte. Sie arbeitet häufig mit der Kompanie SomoSQuien unter der Leitung von Jorge M. Crecis. Zugleich verfolgt sie das Ziel, eine Choreographin zu sein und erlaubt ihr Neugierde, sich unerschöpflich zu entwickeln, indem sie über ihre Grenzen geht, um das Unerwartet zu finden. Weil sie sich für andere Kunstformen öffnete, hatte sie die Gelegenheit, mit dem Visualkünstler Lucas T. C. Oettli zu kooperieren für eine Kreation, die in Stockholm, Schweden, aufgeführt wurde.

Rita Omar lebt in Portugal, in der schönen Stadt Lissabon. Sie ist 23 Jahre alt und ihr Heimatland ist Mosambik. Sie ist also ein portuguiesisch-afrikanisches Mädchen. Sie hat ihr Diplom in Tanz an 2007 an der Escola Superior de Dança in Lissabon (ESD) bekommen und nahm für drei Monate an dem Erasmus Austausch-Programm an dem Institut voor Dance teil. Sie nahm ebenfalls an verschiedenen Theater- und Tanzproduktionen teil und erhielt einige Werbaufträge. Im Moment ist sie bei einer Perkussion Kompanie tätig und unterrichtet Bodenarbeit.

Joana Manaças ist 1984 in Lissabon geboren und begann ihre Theaterausbildung 1997 im Chapitô. Eine ihrer Highlights als Schauspielerin waren die Arbeiten mit São José Lapa: „12 Frauen und 1 Hündin“, „Die Abenteuer von Frau Redonda“ und „Onkel Vanja“. 2007 beendete sie ein vierjähriges BA in Tanz an der Escola Superior de Dança, Lissabon, wo sie u.a. bei Teresa Ranieri, Angelique Wilkie, Peter Michael Dietz, Amélia Bentes, Peter Mika, Olga Cobos, Annabelle Bonnéry, Antonio Carallo, Guillermo Weickert, Ilythyia de Lignière, Claire Pençak, Birte Lundwall, Pascale Mosselmans, Clara Andermatt und Teresa Lima lernte. 2006 war sie bei der österreichischen Kompanie Tanz Atelier in Wien, wo sie mit Sebastian Prantl bei „Itinerário Divertimento“ und „FC8º“ (2006) mitwirkte. 2007 arbeitete sie mit Guillermo Weickert in “Sempre que Pudermos“ und mit Teresa Ranieri in „0º“.


dance beyond borders ist ein Pilotprojekt für eine internationale Tanzausbildung. Zusammen mit internationalen Institutionen und Tanzschulen von fünf europäischen Ländern, bietet das Projekt dance beyond borders ein Ausbildungsprogramm für zehn junge, aufkommende Tänzer und Choreographen an. Träger des Projektes ist der Verein Sharing Arts e.V., Network for Arts in Movement in Hamburg unter der Leitung von Anne-Careen Engel. Die Kooperationspartner sind ArtEZ School of Dance in Arnheim, das Festival DanceKiosk-Hamburg, die Escola Superior de Dança in Lissabon, die London Metropolitan University - Performance as Research in UK, die Retina Dance Company in Antwerpen.
Das Projekt wird gefördert durch das Kulturprogramm der Europäischen Kommission.


www.dancekiosk-hamburg.de
www.dancebeyondborders.de
www.sharingarts.de